Hebriden – Orkneys – Shetlands 2026
Was für eine grandiose Reise! Sechs Wochen waren wir nun mit der POLARIS unterwegs. Ausgangspunkt unseres Törns war Stornoway auf der Insel Harris. Die Hauptstadt der äußeren Hebriden war schon öfter unser Start- bzw. Zielhafen. Der Hafenmeister kennt uns also und so war es ein Leichtes einen schönen Platz in der Stadtmarina zu bekommen. Nachdem unsere neuen Gäste an Bord eingecheckt hatten, folgten die üblichen Vorbereitungen wie Kojenaufteilung, Verproviantierung sowie die Bord- und Sicherheitseinweisung.
Nun konnte es endlich losgehen. Bei kühlen Temperaturen aber ansonsten guten Bedingungen segelten wir zunächst nach Ullapool, wo wir mangels Platz in der Marina eine Nacht an der gigantischen Fährpier verbrachten. Über Kinlochbervie ging es nun weiter nach Norden. Vorbei am wild umtosten Cape Wrath mit seinen starken Tidenströmungen und famosen Aussichten fuhren wir teils unter Segeln aber auch Maschine zu den Orkneys. Der Insel-Archipel im Norden des schottischen Mainlands empfing uns dann bei bestem Wetter und mit erneut beeindruckenden Landschaften. Trotz der Nähe zu den Hebriden sind die Verhältnisse hier doch spürbar anders als noch im Westen Schottlands.
Über Stromness, Pierowall und Kirkwall erkundeten wir in den kommenden Tagen die geschichtsträchtige Inselgruppe. Wind gab es dabei oft reichlich, was unsere POLARIS zu wahren Geschwindigkeitsrekorden deutlich jenseits der 10 Knoten trieb. Auch an Land war das Programm abwechslungsreich. Neben den obligatorischen Stadtrundgängen und Pub-Besuchen, gab es einen Ausflug zu den Ausgrabungen von Skara Brae, wo schon von hunderten von Jahren Menschen lebten und ähnlich wie Hobbits in unterirdischen Häusern den Bedingungen trotzten. Mit North Ronaldsay bereisten wir schließlich den nördlichsten Zipfel der Orkneys. Auch hier unternahmen wir einen faszinierend schönen Landgang, erklommen den Leuchtturm und beobachten die weltweit einzigen Schafe die Seetang fressen. Am Abend zogen dann auch noch ein paar Orcas an unserem Ankerplatz vorbei. Perfekt!
Mit einem Zwischenstopp auf der felsigen Faire Isle ging es nun weiter nordwärts Richtung Shetlands. Auch Faire Isle ist uns schon vorher ein zu Hause geworden. Dieses mal lagen wir aufgrund von Bauarbeiten aber nicht in dem kleinen Hafen, sondern draußen vor Anker. Umgeben von hunderten Seevögeln und besonders vielen Puffins übernachteten wir hier in einer Kulisse, die auch im Herr der Ringe eine Rolle hätte spielen können. Der Landgang am nächsten Tag führte uns durch die wilde Natur und entlang steiler Klippen zur nagelneu errichteten Vogelbeobachtungsstation, in der man sogar übernachten und als Freiwilliger arbeiten und helfen kann.
Die Shetlands sind von Faire Isle nur noch ein relativ kurzes Stück entfernt. Schnell erreichten wir also die Südküste wo wir noch einmal unmittelbar vor einem riesigen Sandstrand ankerten. Mit Lerwick erwartete uns schließlich unser vorläufiges Ziel, bevor wir die nächste Reise Richtung Färöer Inseln antreten sollten. Dazu später mehr.
Und weil der längste Text das alles ohnehin nicht wirklich wiedergeben kann, hier noch einige ausgewählte Bilder von unserer Mitseglerin Annette Jagla. Vielen Dank dafür.

